Freitag, 20. September 2013

Herbstzeit - Pilzzeit :)

Der Herbst ist da! 
Und neben Kürbis haben diverse Pilze gerade Hochsaison. Ich habe als Kind nur Champignons gegessen, aber inzwischen esse ich sehr gerne verschiedene Pilze. Zumindest die, die nicht schwabbeln. Schwabbelnde Pilze sind eklig!!!
Eine glückliche Fügung ermöglicht es mir heute von meinem Mittagessen zu berichten :)
Denn mein Mitbewohner war im Wald Pilze sammeln (Abgesehen von meinem Vertrauen seines Wissens gegenüber, hat die krause Glucke den großen Vorteil, dass sie nur ausgesprochen selten mit giften Vertretern verwechselt werden kann.) und er hat mir etwa 800g frischen Pilz mitgebacht :)




Dieser möchte natürlich auch ordentlich verarbeitet werden. Leider wächst dieser Pilz wie ein Schwamm, weshalb er dazu neigt durch die vielen Verzweigungen einiges an Fremdkörpern auszusammeln. Also muss man ihn vor Verzehr sehr gründlich waschen und die ganzen Kiefernnadeln, Schnecken und Sand ordentlich entfernen. Schmeckt sonst doof!

Ich habe leider kein Photo von dem fertigen Gericht gemacht, aber ich kann sagen: Es schmeckt superdupermega lecker :) Nachdem ich den Pilz gründlich gewaschen habe, habe ich ihn klein geschnitten, vergleichbar mit Blumenkohl oder Brokoli. Dazu habe ich außerdem eine Zwiebel gewürfelt und es gab ausnahmsweise Hühnchen. Ich hatte mir zum Grillen beim Hockey ein Schnitzel besorgt und hatte an dem Abend aber kein Hunger drauf. Nachdem ich also Zwiebel, Pilz und Fleisch angebraten hatte, kam noch Reis Cuisine dazu, ein veganer Sahneersatz. Riecht sehr süß, sieht extrem komisch aus (meine Assoziation möchte ich hier lieber nicht veröffentlichen) und schmeckt nach fast nix. Außerdem habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt und als Beilage gab es Maisnudeln vom Lidl. Tolle Erfindung, schmecken nämlich wie normale Nudeln :)

Also hoffe ich einfach auf noch mehr Pilzsammelaktionen seitens meines Mitbewohners und die ein oder andere Kochaktion :)

Zusätzlich muss ich von meinem Trainingsspiel am Mittwoch berichten. Es ist ja so, dass ich im Unisport Hockey spiele (also ich finde mich ja nach wie vor grottenschlecht, aber es gibt wohl auch Dinge, die ich ganz gut kann) Auf jeden Fall hatten wir Besuch und anschließend sollte gegrillt werden. Heieiei welch' eine Herausforderung... Denn ich wollte ja auch was essen! Nun gut, also als erstes gleich mal Bescheid gesagt, dass man mich beim Fleisch und so bitte nicht berücksichtigt, esse ich eh nicht. Ich habe mir ein Putenschnitzel mitgebracht, das ich aus etischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten essen konnte, und zudem noch einen Salat gemacht. Der ist ziemlich gut angekommen, obwohl er sehr einfach ist. Nur durch die laktosefreien Produkte leider verhältnismäßig teuer. Ich habe ihn TexMex-Schichtsalat getauft, man findet etliche Rezepte bei einschlägigen Rezeptesammlungen. ;)
Die unterste Schicht besteht aus einem mittelgroßen Kopf Eisbergsalat, darauf folgt eine große Dose Mais und eine noch größere Dose Kidney-Bohnen. Darauf kommt 500g Hackfleisch, das zuvor angebraten wurde. Dies wird von einer Flasche Salsasoße bedeckt, auf die widerum 2 Becher Schmand kommen (laktosefrei). Dann folgt eine Tüte geriebener Käse (Achtung, zum einen sollte der Käse wohl mindestesn 12 Wochen gereift sein zum anderen achtet auf das Trennmittel!!! Das ist sehr häufig Stärke oder Weizenmehl, ganz böse!) Das Topping besteht aus einer Tüte Tortillachips, die nur gesalzen wurden. Denn in dem Gewürz steckt oft Gluten und/oder Laktose...

Nun denn. Nach den Spielen wurde dann mit Bier angestoßen und ich wurde natürlich darauf angesprochen, dass ich nur Wasser getrunken habe. Ich habe mich mal aus die Erklärung der Gluten- und Laktoseintoleranz beschränkt, wäre sonst ausgeartet. Auf jeden Fall sind es doch im Großen und Ganzen immer die gleichen Reaktionen: sehr große Augen, schockierter Gesichtsausdruck und die Frage: "Und was kannst du dann noch essen?!" "Naja, Reis, Kartoffeln, Obst und Gemüse auf jeden Fall." Vielen rutscht dann erst einmal die Kinnlade herunter und das Gegenüber ist sprachlos. Man hört zwar sehr viel von solchen Unverträglichkeiten, aber dann im direkten Umfeld jemand betroffen ist, ist wohl dennoch recht selten. Wir werden in weniger als zwei Wochen zum Rückspiel dorthin fahren und ich weiß jetzt schon, dass ich mein eigenes Essen mitbringen muss, da die Leute Pizza bestellen wollen. Das kann ich natürlich nicht machen. Aber ich bin in der Gruppe tatsächlich ein Einzelfall. 

Zu unserem großen Turnier im November habe ich mich gleich extrem geschickt einteilen lassen: Ich bin für das Essen zuständig und werde natürlich dafür sorgen, dass es etwas geben wird, was ich essen kann ;) Dazu später mehr! 

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